Behörde rät zur Vorsicht bei Wodka-Redbull
Passend zu meinem letzten Artikel, berichtet die Netzeitung : Energydrinks mit Alkohol sind auf Partys beliebt. Auch Sportler greifen gern mal zur kleinen Dose mit dem Muntermacher. Mitunter kann das tödlich enden, warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung. [...]
Hier gibt’s die Studie des BfR zu Energydrinks
Zu den Risiken und Nebenwirkungen von WodkaRedBull
Mein Kollege Gregor fragte mich: “Hab jetzt gehört, dass das Mischen von EnergyDrinks mit Alkohol gefährlich für den Kreislauf ist. Das wird doch überall ausgeschenkt (und schmeckt auch ganz gut). Gibt es da irgendwelche Erfahrungen zu?”
Mein Senf dazu: Energydrinks bestehen in erster Linie aus Zucker und Koffein (pro Dose etwa soviel wie in einer Tasse Kaffee). Das Koffein wirkt zusammen mit dem Alkohol dehydrierend was zu Bewußtseinstrübungen und Kreislaufproblemen führen kann. Stark zuckerhaltige Getränke lassen den Blutzuckerspiegel stark ansteigen und danach wieder massiv absinken. Diese Stimulierung kann ebenfalls zu Schweißausbrüchen und Kreislaufproblemen führen, der Zuckermangel kann ebenfalls den Kreislauf belasten – all das gerade auch in Kombination mit Alkohol, der den Kreislauf anregt und Schwitzen und eine verstärkte Durchblutung und damit Wärmeabgabe fördert. Koffein macht wach, aber kann keineswegs die Wirkung von Alkohol vermindern – auch wenn dies subjektiv so empfunden wird. Problematisch werden diese Effekte besonders wenn die Disko verlassen wird und mensch ins Kalte kommt. Der Körper gibt viel Wärme ab, friert und versucht den Kreislauf anzuregen um dem entgegen zu wirken, was ohne Zucker im Blut natürlich nicht klappt und alles zusammenbricht. Hängt natürlich alles massiv von der Dosis und dem wann konsumiert ab. Soweit meine theoretische Analyse, da mir das Zeug nicht schmeckt und ich Koffein lieber in Form von Kaffee oder reinem Coffein konsumiere, kann ich leider keine Praxiswerte beisteuern. Hier können vielleicht die Drugscouts weiterhelfen, dort gibt es viele Erfahrungsberichte.
Programm WASG Berlin 2006 + Analyse
Der Abschnitt zum Thema Drogenpolitik im Wahlprogramm der WASG in Berlin enthält gute Forderungen, aber die Argumentation ist mitunter seltsam und Begriffe wie “Rauschgiftmärkte”, “Dealer-Kaufzwang” oder “Suchtstoffe” sind nicht gerade der Beleg für ein progressives und qualifiziertes Denken in der Drogenpolitik. Mit “Alkohol macht abhängig und tot” zu beginnen und im nächsten Satz die Cannabislegalisierung zu fordern ist sicherlich ein seltsamer Einstieg. Was ein “illegaler Händler” ist weiß ich auch nicht, kein Mensch ist illegal, höchstens sein Handeln und naja, die politische Definition des “Drogendealers” ist IMHO eine konservative Meisterleistung, da glaubt so manch einer vielleicht wirklich dass seine illegale Menschen. Das Statement am Ende: Langzeitarbeitslosigkeit, mangelnde Bildungschancen, Armut, soziale Ausgrenzung und fehlende Zukunftsaussichten seien der Grund für Drogenkonsum kann auch nicht pauschal zugestimmt werden. Spass und Entspannung sind vermutlich die Hauptgründe für Drogenkonsum, gesellschaftliche Probleme sind die Ursache für Fehlgebrauch und Mißbrauch, die es gilt ursächlich anzugehen. Weiterlesen!
Ein gutes drogenpolitisches Landtagswahlprogramm
von der Linken Hessen: LTW Programmteil:
Drogenpolitik Drogenabhängigkeit und Suchtkrankheiten sind in Hessen brennende Probleme. Das Elend der Drogenkranken ist allgegenwärtig. Die Drogenpolitik der Regierung Koch ist verfehlt. Die Unterscheidung zwischen legalen und illegalen Drogen ist zufällig und willkürlich. Die Erfahrungen zeigen, dass staatliche Verbote die Menschen nur selten vom Drogenkonsum abhalten. Eine Drogenpolitik wird nur durch eine enge Verbindung von Suchtprävention, ausstiegsorientierten Hilfen, Drogensubstitution, Gesundheitshilfen für Drogenkranke sowie der konsequenten Bekämpfung von unkontrollierter Abgabe und Einfuhr erfolgreich sein. Um die Kriminalisierung der Drogenabhängigen zu stoppen, treten wir für eine Liberalisierung des Betäubungsmittelrechts ein. Unser Ziel ist eine Perspektive für den Ausstieg aus der Abhängigkeit.




