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Das libertäre Cato Institute hat eine Studie von Jeffrey A. Miron und Katherine Waldock veröffentlicht, in der die Ausgaben für die versuchte Durchsetzung des Drogenverbotes und die entgangenen Steuereinnahmen für die USA berechnet wurden. Derartiges Datenmaterial lädt gerade dazu ein, eine Schätzung für die Kosten des Drogenverbotes in Deutschland anzustellen.

Vergleich 1: Über die Einwohnerzahl

Miron et al. kommen auf 41,3 Mrd. USD Kosten für das Verbot und 46,7 Mrd. USD, welche durch die Nichtbesteuerung dem Staatshaushalt entgangenen sind, insgesamt also 88 Mrd. USD.

Die möglichst einfache Übertragung dieser Zahlen auf die BRD erfolgt über die Einwohnerzahl der beiden Länder. Hier stehen 308,241 Mio. Menschen in den USA 81,758 Mio. Menschen hierzulande gegenüber. Darauß ergeben sich 23,34 Mrd. USD Kosten pro Jahr durch die Drogenverbotspolitik in Deutschland.

Vergleich 2: Über die Einwohnerzahl, den Konsum und die Anzahl der Delikte

Nun ist der Drogenkonsum und vor allem die Härte und Umfang der Repression in Deutschland und USA nicht gleich. Während in den USA 12,2% der Delikte im Zusammenhang mit Drogen stehen („Crime in the United States 2009“ via DrugWarFacts.org – Marijuana), sind es hier „nur“ 3,9% der Delikte (laut Polizeilicher Kriminalstatistik 2008, Seite 17). In absoluten Zahlen stehen 1.663.582 Delikte in den USA im Jahr 2009 235.842 Rauschgiftdelikte nach Betäubungsmittelgesetz (Polizeiliche Kriminalstatistik 2009) gegenüber. Ausgehend von der These dass das Verhältnis der Fallzahlen in etwa auch dem Verhältnis der Gesamtausgaben für die Repression entspricht, kommt man für Deutschland auf 5,9 Mrd. USD jährlich.

Es gibt zahlreiche Hinweise dass der Drogenkonsum in den USA über dem in Deutschland liegt – seien es eigene Übersichten wie „Die Irrelevanz der Drogenpolitik“ oder Auswertungen von WHO Daten: Toward a Global View of Alcohol, Tobacco, Cannabis, and Cocaine Use: Findings from the WHO World Mental Health Surveys. Der Einfachheit Halber wird von einem doppelt so hohem Konsum in der US Bevölkerung ausgegangen und man komme damit auf mögliche Steuereinnahmen von „nur“ noch 6,2 Mrd. USD.

Fazit

In Summe wären dies 12,1 Mrd. USD oder 8,7 Mrd. € pro Jahr bei einem Ende der Drogenprohibition und einer Legalisierung, genauer einem regulierten Verkauf von versteuerten Drogen in Fachgeschäften.

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